Warum moderne Kunststoffe im Auto langlebiger sind – und trotzdem Pflege brauchen

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Moderne Kunststoffe im Auto sind pflegeleicht, das allerdings bedeutet nicht „pflegefrei“. Um den Look und die Qualität von Kunststoffteilen und Flächen am und im Fahrzeug langfristig zu erhalten, ist eine regelmäßige und materialgerechte Pflege unumgänglich. Worauf kommt es in diesem Zusammenhang an und was sollte man unbedingt beachten?

Kunststoffe im Auto: Fortschritte in Stabilität und Haltbarkeit

Noch bis in die 1980er Jahre wiesen viele Autokunststoffe typische Schwachpunkte auf. Dazu zählte vor allem eine schlechte UV-Stabilisierung, was dazu führte, dass Kunststoffe schnell ausblichen sowie rissig und spröde wurden, was tatsächlich nicht selten dazu führte, dass Armaturenbretter bei bestimmten Modellen sprichwörtlich aufgeplatzt sind – durch eine regelmäßige Pflege konnte das höchstens verzögert, nicht aber verhindert werden. Zudem enthielten viele Kunststoffe Weichmacher, was im Laufe der Zeit zu Materialverhärtungen und letztlich Rissen führte, die einen Austausch oder eine Reparatur notwendig machten.

Heutzutage hingegen werden hoch entwickelte technische Kunststoffe im Fahrzeugbau verwendet, die eine sehr gute UV- und Temperaturstabilität aufweisen und gezielt auf Langlebigkeit ausgelegt sind. Materialien wie modifizierte Polypropylene oder glasfaserverstärkte Kunststoffe bieten eine hohe Formstabilität und sind weniger anfällig für Versprödung oder Verzug. Dennoch ist eine materialgerechte Pflege nach wie vor wichtig.

Wichtig: Materialgerechte Pflege von Innenraumkunststoffen

Wichtig ist es, in jedem Fall einenAuto-Kunststoffreiniger für Innen zu nutzen, da dieser optimal auf die Materialien abgestimmt ist und kein gewöhnlicher Haushaltsreiniger. Letztere enthalten in der Regel Alkohol, Lösungsmittel oder starke Tenside und alkalische Stoffe, welche die Oberfläche angreifen und austrocknen können. Spezielle Auto-Kunststoffreiniger hingegen ermöglichen eine schonende Reinigung, ohne das optische Erscheinungsbild von Kunststoffteilen zu beeinträchtigen. Gute Kunststoff-Innenraumreiniger enthalten zudem antistatische Zusätze, was zu weniger Staubablagerungen und somit auch länger sauberen Flächen führt.

 

Die richtige Anwendung ist ebenfalls entscheidend

 

Oftmals wird nicht nur das falsche Reinigungsprodukt bei der Kunststoffpflege im Innenraum verwendet, auch Anwendungsfehler können mitunter zu Schäden führen. Daher ist es wichtig, die Produkthinweise zu beachten, insbesondere was die Dosierung und die Einwirkzeit betrifft. Saubere, nicht zu harte Mikrofasertücher gewährleisten zudem, dass keine Kratzer in der Materialoberfläche entstehen. Auch wenn mit materialgerechten Reinigungsmitteln und größter Sorgfalt gearbeitet wird, kann nie zu 100 % ausgeschlossen werden, dass es bei der Innenraumpflege oder auch bei der Außenpflege von Kunststoffteilen zu unschönen Veränderungen der Oberfläche oder leichten Schäden kommt.

 

In einem solchen Fall kann es sinnvoll sein, die Details derVersicherung des Autos zu prüfen, um zu klären, ob und in welchem Umfang der entstandene Schaden abgedeckt sind.

 

Fazit

 

Kunststoffe, die in modernen Fahrzeugen verbaut sind, sind zwar relativ robust, ohne eine regelmäßige Pflege können aber mit der Zeit Schäden entstehen, die mitunter erst nach Jahren deutlich sichtbar werden. Kunststoffpflege beim Auto dient demnach vornehmlich der Verlängerung der Lebensdauer von entsprechenden Teilen, eine gepflegte Optik ist ein willkommener Zusatzeffekt.